Zdeněk Říha

22. Juli 1911, Horek (Horky u Pardubic) – 24. September 1942
Zdeněk Říha

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Zdeněk Říha, 1940

Bundesarchiv R 3017/11580

Zdeněk Říha studiert Rechts­wissen­schaften in Prag, promoviert 1934 zum Dr. jur. und ist zuletzt bei der Metall­walzen AG in Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) als Direk­tions­sekretär tätig. Er ist Mitglied der Volksso­zialis­tischen Partei von Edvard Beneš (ČSNS) sowie der Turner­verei­nigung Sokol.
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wird er im August 1939 von einem Bekann­ten über die geheime Militär­organi­sation Obrana Národa (ON – Ver­tei­digung der Nation) und deren Ziele – den bewaff­neten Aufstand – unter­richtet. Zdeněk Říha schließt sich dem Kreis­kom­mando Mährisch Ostrau unter Ladislav Mácha an, wirkt ab Oktober 1939 als Nach­richten­offizier und nach der Fest­nahme von Mácha und der Flucht von Čestmír Rušek ab Januar 1940 auch als Organi­sations­offizier im Kreisstab.
Er wird am 13. März 1940 festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verur­teilt ihn am 26. Juni 1942 zusam­men mit Edmund Klímek, Ladislav Mácha, Čestmír Rušek und drei weite­ren Angeklag­ten wegen „Feind­be­günstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Zdeněk Říha wird am 24. Septem­ber 1942 in Plötz­ensee ermor­det.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Zdeněk Říha

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Sterbeurkunde von Zdeněk Říha vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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