Josef Rimpel

9. Dezember 1897, Schmiedeberg (Kowary) – 15. Dezember 1939
Der in Erfenschlag bei Chemnitz lebende Josef Rimpel gehört der Glaubens­gemeinschaft der Zeugen Jehovas an. Mit Beginn des Zweiten Welt­krieges wird er zur Wehr­macht eingezogen. Josef Rimpel verweigert aus religiösen Gründen den Militär­dienst und den Eid auf Hitler und wird darauf­hin in Haft genommen.
Bereits kurz vor dem deutschen Über­fall auf Polen ist am 26. August 1939 die „Kriegs­sonder­straf­rechts­­verordnung” in Kraft getreten, nach der die Verwei­gerung des Militär­­dienstes als „Zerset­zung der Wehr­kraft” geahndet und mit dem Tode bestraft werden kann.
Der Ober­reichs­kriegs­anwalt erhebt am 25. Oktober 1939 Anklage gegen Josef Rimpel, der am 21. Novem­ber vom Reichs­kriegs­gericht in Berlin zum Tode verur­teilt wird. Er wird am 15. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Rimpel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Josef Rimpel vom 15. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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