René Riobé

28. April 1920, Argenteuil – 25. August 1944
Seit Oktober 1940 ist der gelernte Koch und Konditor René Riobé als französischer „Zivilarbeiter” in Deutsch­land, wo er zunächst in Köln und Recklinghausen, dann ab Januar 1943 in Berlin als Bäcker­geselle arbeitet.
Im Juli 1943 geht Riobé nicht mehr zur Arbeit und wird deswegen in das „Arbeitserziehungslager” Wuhlheide gebracht. Von dort kann er gemeinsam mit einem anderen Franzosen fliehen. Weil sie auf der Flucht Klei­dung und Brotmarken stehlen, wird René Riobé im November 1943 zu einer mehr­jährigen Zucht­hausstrafe verurteilt. Bei einem Luftangriff auf das Zellengefängnis Lehrter Straße gelingt ihm erneut die Flucht und er tritt unter falschem Namen eine neue Arbeitsstelle als Bäckergeselle an. Im Januar 1944 erscheint er nicht mehr zur Arbeit. René Riobé begeht gemeinsam mit anderen französischen Zwangsarbeitern Geschäftseinbrüche. Das Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin verurteilt sie am 28. Juli 1944 als „Kriegswirtschaftsverbrecher und Volksschädlinge” zum Tode.
Einen Monat später wird der 24-jährige René Riobé am 25. August 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von René Riobé

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von René Riobé vom 26. August 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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