John Rittmeister
Seit Januar 1938 arbeitet Rittmeister als Oberarzt in der Nervenklinik Waldhaus in Berlin-Nikolassee und leitet ab September 1939 die Poliklinik des Deutschen Instituts für psychologische Forschung und Psychotherapie in Berlin.
Er hilft jüdischen Patienten bei der Emigration und erhält durch seine Frau Eva Kontakt zu Schülern der Heilschen Abendschule, die bis 1942 unter seiner Leitung politische und philosophische Fragen diskutieren. Über Ursula Goetze bestehen Verbin­Mdungen zu Kommunistinnen und Kommunisten in Berlin-Neukölln.
Rittmeister lernt Ende 1941 Harro Schulze-Boysen kennen und beteiligt sich an der Entstehung der Flugschrift „Die Sorge um Deutschlands Zukunft geht durch das Volk” sowie an anderen Aktionen der Widerstandsgruppe Rote Kapelle. Außerdem hat er Kontakte zu französischen Zwangsarbeitern.
Nach der Enttarnung der Roten Kapelle wird John Rittmeister am 26. September 1942 festgenommen, am 12. Februar 1943 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 13. Mai 1943 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von John Rittmeister
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Sterbeurkunde von John Rittmeister vom 14. Mai 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





