Gerardus Rodrigus

20. April 1898, St. Niklaas – 7. September 1943
Gerardus Rodrigus

Erkennungsdienstliches Foto von Gerardus Rodrigus

Bundesarchiv R 3017/32607

Der Sohn eines Jahrmarktreisenden kann die Schule nicht besuchen und arbeitet bis 1914 in verschiedenen Fabriken. Er lebt während des 1. Weltkrieges in Bochum und tritt später freiwillig der belgischen Kriegsmarine bei. Ab 1924 ist Gerardus Rodrigus in Antwerpen, unter anderem am Hafen, beschäftigt. Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Am 10. November 1937 beteiligt sich Rodrigus an einem Sprengstoffanschlag auf das im Antwerpener Hafen liegende italienische Schiff „Boccaccio“. 1940 wird er für die deutsche Wehrmacht tätig und am 7. Dezember 1940 festgenommen.
Er wird am 11. November 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Gerardus Rodrigus am 7. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Gerardus Rodrigus

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Gerardus Rodrigus vom 11. August 1942

Bundesarchiv R 3017/32607

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Gerardus Rodrigus und andere, 11. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14588

Ablehnung der Gnadengesuche von Gerardus Rodrigus und anderen, 25. August 1943

Bundesarchiv R 3017/32607

Mitteilung über die Hinrichtung von Gerardus Rodrigus vom 7. September 1943

Bundesarchiv R 3017/32607

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