Jean Roger

11. Juni 1920, Paris – 16. Februar 1943
Jean Roger erlernt nach dem Besuch der Schule ein Hand­werk und arbeitet bis 1941 in Paris. Im April 1941 geht der 20-Jährige als franzö­sischer „Zivil­arbeiter“ für sechs Monate nach Halle an der Saale. Dann kommt er nach Berlin und findet eine Stelle bei dem Bäcker­meister Juchatz.
Im Juni begeht er zusammen mit dem Franzosen Raymond Chanteau einen Einbruch­dieb­stahl in ein Tabakgeschäft. Aufgrund einer Hand­verlet­zung mit anschlie­ßender Blutver­giftung verbringt Roger drei Wochen im Kranken­haus. Im September planen sie gemeinsam den Diebstahl von Geld und Lebens­mittel­karten aus einer Fabrik, in der Chanteau gearbeitet hatte.
Am 6. Januar 1943 verurteilt das Sonder­gericht VII bei dem Land­gericht Berlin Jean Roger und Raymond Chanteau auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung” zum Tode.
Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Jean Roger am 16. Februar 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Jean Roger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Jean Roger, 17. Februar 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 1931

Sterbeurkunde von Jean Roger vom 17. Februar 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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