Lucienne Rognant

7. Oktober 1920, Rouen – 24. September 1943
Lucienne Rognant

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Lucienne Rognant, Dezember 1942

Bundesarchiv R3001/143420

Lucienne Rognant ist seit Januar 1942 als französische „Zivilarbeiterin” in Deutschland, zuletzt arbeitet sie bei Siemens in Berlin. Im Dezember 1942 wird sie wegen des Verdachts der Beihilfe an mehreren Einbrüchen fest­genommen, jedoch kurz darauf wieder entlassen. Daraufhin flüchtet sie nach Oberschlesien und arbeitet in Königshütte, wo sie am 13. Mai 1943 erneut fest­genommen wird.
Sie wird mit 27 anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern wegen Einbruchdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sonder­gericht Berlin angeklagt. Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch Lucienne Rognant. Die übrigen Angeklagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Lucienne Rognant wird am 24. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Lucienne Rognant

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Nachricht über die Vollstreckung des Todesurteils an Geneviève Comelli, Lucienne Rognant und Renée Tanton

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 3185/18

Sterbeurkunde von Lucienne Rognant vom 25. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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