Vladimír Roháček

11. Mai 1910, Kmetnowes (Kmetiněves) – 3. November 1942
Vladimír Roháček

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Vladimír Roháček, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-10

Der Sohn eines Eisen­bahn-Ober-Offizial studiert Rechts­wissen­schaften in Prag und promoviert 1934 zum Dr. jur. Nach seinem Militär­dienst tritt er als Richter­amts­anwärter in den Staats­dienst ein, 1938 wird er in die Eisenbahndi­rektion und 1940 ins Eisen­bahn­ministerium berufen. Er ist Mitglied der patriotisch gepräg­ten Tur­nerverei­nigung Sokol.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht erfährt Vladimír Roháček Anfang 1940 von seinem Kollegen Karel Čámský von der Möglichkeit, sich auf sicherem Weg der Tschecho­slowa­kischen Legion im Ausland anzuschließen. Als er selber auf dieser Flucht­route das Land verlassen will, überredet Čámský ihn statt­dessen zur Mitarbeit und macht ihn mit Ctibor Träger bekannt, der die Trans­porte organisiert. Er nimmt an Be­spre­chungen teil und ist als dessen Nachfolger im Ge­spräch.
Am 10. Februar 1941 wird er festge­nommen. Der „Volks­gerichtshof” verurteilt ihn am 16. Juni 1942 wegen „Vor­bereitung zum Hoch­verrat, Verab­redung zum Lan­desver­rat und zur Feindbe­günstigung” mit elf weiteren Ange­klagten zum Tode. Sie alle werden am 3. November 1942 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vladimír Roháček

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Ctibor Träger und andere vom 16. Juni 1942

Bundesarchiv R 3001/144639

Bekanntmachung der Hinrichtung von Vladimír Roháček und anderen, plakatiert Ende 1942 in Prag und Pilsen

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-419-1

Sterbeurkunde von Vladimír Roháček vom 4. November 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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