Albert Rohde

22. März 1904, Brandenburg/Havel – 7. Dezember 1943
Albert Rohde lebt seit 1922/23 in Berlin und ist als unge­lernter Arbeiter tätig. Da er unter Epilepsie leidet, ist er vom Wehr­dienst befreit. Seit 1938 ist er in zweiter Ehe mit Anna Kalies verhei­ratet und lebt mit ihr in Berlin-Mitte.
Bei einem Luftan­griff in der Nacht zum 24. November 1943 wird ihr Wohn­haus getroffen und brennt teilweise aus. Anna und Albert Rohde erhal­ten noch in der selben Nacht eine Ausweich­wohnung. Am 30. November erstattet ihre frühere Vermie­terin Anzeige gegen die beiden. Sie sollen aus dem beschädig­ten Haus drei Woll­decken, eine Tisch­decke sowie aus einer Remise Besen und Hand­feger gestohlen haben.
Bereits zwei Tage später werden Anna und Albert Rohde ange­klagt und am 5. Dezember 1943 in einem beschleunig­ten Verfahren vom Sonder­gericht I beim Land­gericht Berlin auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verord­nung” zum Tode verurteilt.
Albert Rohde wird zwei Tage vor seiner Ehefrau, am 7. Dezember 1943, im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Albert Rohde

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Strafanzeige gegen Anna und Albert Rohde, 30. November 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022

Anklageschrift gegen Anna und Albert Rohde, 2. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022

Urteil des Sondergerichts I beim Landgericht Berlin gegen Anna und Albert Rohde, 5. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022

Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Anna und Albert Rohde, 13. Dezember 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022/1

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