Albert Rohde
Bei einem Luftangriff in der Nacht zum 24. November 1943 wird ihr Wohnhaus getroffen und brennt teilweise aus. Anna und Albert Rohde erhalten noch in der selben Nacht eine Ausweichwohnung. Am 30. November erstattet ihre frühere Vermieterin Anzeige gegen die beiden. Sie sollen aus dem beschädigten Haus drei Wolldecken, eine Tischdecke sowie aus einer Remise Besen und Handfeger gestohlen haben.
Bereits zwei Tage später werden Anna und Albert Rohde angeklagt und am 5. Dezember 1943 in einem beschleunigten Verfahren vom Sonder­gericht I beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung” zum Tode verurteilt.
Albert Rohde wird zwei Tage vor seiner Ehefrau, am 7. Dezember 1943, im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Albert Rohde
Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei
Strafanzeige gegen Anna und Albert Rohde, 30. November 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022
Anklageschrift gegen Anna und Albert Rohde, 2. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022
Urteil des Sondergerichts I beim Landgericht Berlin gegen Anna und Albert Rohde, 5. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022
Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe gegen Anna und Albert Rohde, 13. Dezember 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 4022/1

















