Vojtěch Rojík

22. April 1891, Grünberg (Zelená Hora) – 25. Juni 1943
Vojtěch Rojík nimmt mit Auszeich­nung am Ersten Welt­krieg teil und ist zuletzt als Kanzleiange­stellter beim Städtischen Wohl­fahrtsamt Pilsen tätig. Seit 1919 ist er Mitglied der Sozial­demokratischen Partei der Tschecho­slowakei (SPČ), 1928 wird er Gemeindevor­steher von Aujest (Újezd). Er gehört dem Ver­band der Bezirks- und Staats­angestellten sowie einem sozialdemo­kratischen Turnverein an.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht verhilft Vojtěch Rojík ab Januar 1942 als Gemeinde­vorsteher mehreren von der Gestapo gesuchten Personen zu neuen Identitäten, indem er polizeiliche An- und Abmeldungen ausstellt. Zudem versorgt er die Personen mit Lebens­mittelkarten, für deren Ausgabe in Aujest er zuständig ist.
Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 12. März 1943 wegen „landes­verräterischer Feindbe­günstigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zusammen mit Jaroslav Koukolík und Karel Bača zum Tode. Vojtěch Rojík wird am 25. Juni 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Vojtěch Rojík

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jaroslav Koukolík und andere vom 2. Februar 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vojtěch Rojík und weitere Personen vom 12. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-336-12

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Jaroslav Koukolík und Vojtěch Rojík vom 25. Juni 1943

Privatbesitz

Sterbeurkunde von Vojtěch Rojík vom 26. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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