Robert Romann

18. Oktober 1921, Ungersheim/Elsass – 9. September 1943
Nach dem Besuch der Volksschule erlernt der Elsässer Robert Romann das Weberhandwerk. Anschließend arbeitet er für ein Jahr bei einem Bauern und wird dann in den Bollweiler Kaliwerken als Bergmann beschäftigt.
Im August 1942 wird im Elsass für einige Jahrgänge, darunter auch Romanns, die Wehrpflicht für die deutsche Wehrmacht eingeführt. Bei seiner Musterung am 10. Sep­tember 1942 wird Romann als „k.v.“ (kriegs­verwen­dungs­fähig) befunden. Weil er die Unterschrift in seinem Wehr­pass verweigert, muss der 20-Jährige einen Tag in Polizeihaft verbringen bis er die Unterschrift leistet.
Romann und sein Schwager beschließen über Konstanz nach Afrika zu fliehen, um dort die Armee von General de Gaulle zu unterstützen. Nach dem Verkauf der Ein­richtung aus der gemeinsamen Wohnung verlassen Romann, seine Schwester und ihr Mann am 29. Sep­tember 1942 ihren Wohnort Bollweiler und fahren über Straßburg nach Konstanz. Dort werden sie am nächsten Morgen in der Nähe der Schweizer Grenze festge­nom­men.
Am 23. August 1943 verurteilt der 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ Robert Romann wegen „Landesverrats“ nach § 5 der „Kriegssonderstrafrechtsverordnung“ zum Tode.
Der 21-jährige Robert Romann wird am 9. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Robert Romann

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Robert Romann, 23. August 1943

Bundesarchiv R 3017/20757

Sterbeurkunde von Robert Romann vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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