Galina Romanowa
Am 1. Juli 1942 wird sie nach Deutschland deportiert und als Ärztin in Zwangsarbeiterlagern eingesetzt. Zuerst in Wildau tätig, betreut sie seit Dezember 1942 mehrere Lager in und bei Oranienburg.
In Wildau und Oranienburg sammelt Galina Romanowa Freunde um sich. Gemeinsam mit ihrem Assistenten, dem Sanitäter Aleksandr Chomlow, mit Nikolaj Roma­nenko und Alexej Kalinitschenko sowie anderen orga­nisiert sie den Widerstand unter sowjetischen Zwangs­arbeitern. Konstantin Shadkewitsch vermittelt Kontakte zu Franzosen und Belgiern und zu Georg Groscurth. Dieser ist unter dem Vorwand medizinischer Konsulta­tionen ihr unmittelbarer Verbindungsmann zur Wider­standsgruppe „Europäische Union”, die sich um ihn, Robert Havemann, Herbert Richter und Paul Rentsch gebildet hat.
Nach der Festnahme der Kerngruppe der „Europäischen Union” Anfang September 1943 setzen Konstantin Shadkewitsch, Galina Romanowa und andere ihre Arbeit fort und bereiten eine Botschaft an die Alliierten vor. Kurz bevor diese nach Schweden gebracht werden kann, wird auch dieser Teil der Gruppe enttarnt.
Alexej Kalinitschenko überlebt bereits die Verhöre nicht. Galina Romanowa wird am 6. Oktober 1943 wegen ihrer Tätigkeit für die „Europäische Union” festgenommen und am 27. April 1944 vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Am 3. November 1944 wird Galina Romanowa im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Galina Romanowa
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Annahmebefehl der Gestapo für Galina Romanowa
Bundesarchiv R 3018/1395
Tenor des Urteils des „Volksgerichtshofs” gegen Galina Romanowa und andere Angeklagte
Bundesarchiv R 3017/7897
Sterbeurkunde von Galina Romanowa vom 4. November 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung











