Liesbeth Rose
Nach der Scheidung von ihrem Mann beginnt Liesbeth Rose eine Beziehung mit dem ehemaligen KPD-Mitglied Max Kristeller und engagiert sich mit ihm im Widerstand gegen das NS-Regime. Ihre Wohnung wird zum Treffpunkt eines Freundeskreises, in dem ausländische Sender gehört und politische Fragen diskutiert werden.
Im Dezember 1942 wird bei einem Treffen der Brief eines befreundeten Frontsoldaten verlesen. In einem Antwort­schreiben drückt der Kreis in verschlüsselten Formu­lierungen die Hoffnung auf eine baldige Niederlage Deutschlands und ein Ende des NS-Regimes aus. Da an dem Treffen ein Gestapo-Spitzel teilnimmt, werden alle Teilnehmenden kurz darauf festgenommen.
Liesbeth Rose wird am 5. Januar 1945 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Wehrkraftzersetzung, Feindbe­günstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Im Urteil heißt es, Rose habe „kommunistische Propaganda getrieben und insbesondere junge Wehrmachtsangehörige mit diesem Gift verseucht.”
Liesbeth Rose wird am 2. Februar 1945 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Liesbeth Rose, 3. November 1944
Bundesarchiv R 3017/6080
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Liesbeth Rose, 5. Januar 1945
Bundesarchiv R 3017/6080
Sterbeurkunde von Liesbeth Rose vom 5. Februar 1945
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















