Max Rothert

22. Oktober 1903, Braunsdorf/Tharandt – 28. August 1939
Max Rothert

Erkennungsdienstliches Foto von Max Rothert

Landesarchiv Berlin A Rep. 358-02, Nr. 5162

Max Rothert wächst in schwierigen sozialen Verhält­nissen auf und ist schweren Misshandlungen durch seinen Stiefvater ausgesetzt. Einen Großteil seiner Jugend verbringt er in Fürsorgeeinrichtungen oder in Heil- und Pflegeanstalten. Schon früh wird er straffällig und wegen verschiedener Eigentumsdelikte zu Haftstrafen verurteilt.
Ende der 1920er Jahre schließt sich Max Rothert dem Roten Frontkämpferbund (RFB) an, ist zeitweise Mitglied der KPD und nimmt wiederholt an gewalttätigen Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern teil.
Am 9. Dezember 1928 wird am Rande einer Demons­tration des RFB in Berlin-Karlshorst der 22 Jahre alte Günther Schaffer, ein Mitglied des Jungdeutschen Ordens, überfallen und erstochen. Zunächst wird der Tischler Herbert Meyer wegen Totschlags angeklagt, jedoch am 22. Juni 1929 mangels Beweisen freige­sprochen.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme kommt es zu erneuten Ermittlungen. Am 28. September 1938 wird Max Rothert unter dem Vorwurf des Mordes an Günther Scheffer vor dem Schwurgericht beim Land­gericht Berlin angeklagt.
Max Rothert wird am 27. Januar 1939 zum Tode verurteilt und am 28. August 1939 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Max Rothert

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Sterbeurkunde von Max Rothert vom 28. August 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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