Heinz Rothholz

28. Mai 1921, Berlin – 4. März 1943
Heinz Rothholz

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Heinz Rothholz

Bundesarchiv R 3018/1642

Nach dem Mittel­schulab­schluss beginnt Heinz Rothholz, Sohn eines Handels­vertreters, im September 1938 eine Mechaniker­lehre. Er bricht die Ausbildung jedoch im Dezember 1939 ab, um sich in Gemein­schafts­lagern der Reichs­vereinigung der Juden in Deutschland in Bielefeld und Paderborn auf die Auswan­derung nach Palästina vorzubereiten.
Da die Auswande­rungspläne scheitern, kehrt er im Juli 1940 nach Berlin zurück. Wenige Tage nach seiner Rück­kehr wird er am 25. Juli 1940 zur Arbeit als Hilfs­mechaniker in der Abteilung 133, der „Juden­abteilung”, im Elektro­motoren­werk der Siemens­werke gezwungen.
Dort lernt er Herbert Baum kennen, dessen Gruppe er sich anschließt. Am 17. Mai 1942 wird Heinz Rothholz zusammen mit anderen Gruppen­mitgliedern von Baum über den geplanten Brand­anschlag auf die anti­sowje­tische Ausstellung „Das Sowjet­paradies” informiert.
Vier Tage nach dem Anschlag werden am 22. Mai 1942 vier Mitglieder der Gruppe, darunter auch Rothholz, auf ihrer Arbeits­stelle festge­nommen. Bei Rothholz werden „zweimal verschärfte Ver­nehmungs­mittel in Form von Stock­hieben in Anwendung gebracht”.
Er wird am 10. Dezember 1942 vom „Volksge­richtshof” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinz Rothholz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Heinz Rothholz und andere Angehörige der Gruppe um Herbert Baum, 10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33975

Ablehnung eines Gnadenerweises für Heinz Rothholz und andere Angehörige der Gruppe um Herbert Baum, 19. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/33975

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Heinz Rothholz, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

Bekanntmachung der Hinrichtung von Angehörigen der Gruppe Baum, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

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