Guy Roure

22. Februar 1923, Paris – 8. Februar 1944
Der Franzose Guy Roure besucht im Anschluss an die Höhere Schule eine Ingenieursschule für Marinetechnik. Er kommt als französischer „Zivilarbeiter“ nach Deutsch­land und arbeitet seit dem Sommer 1941 für den Elektro­konzern AEG in Berlin-Hennigsdorf.
Am 30. Januar 1944 befindet sich Roure abends mit einem Bekannten aus Frankreich im Café Wien am Kurfürstendamm. Nach einem Luftangriff helfen sie auf dem Nachhauseweg bei Löscharbeiten eines Hauses in der Uhlandstraße. Aus dem Tabak­geschäft im Erdgeschoss entwenden die Franzosen Pakete mit Zigaretten.
Am 4. Februar 1944 verurteilt das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin beide wegen Diebstahls auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung“ zum Tode.
Der 20-jährige Guy Roure wird am 8. Februar 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Fünf Monate später bittet das Auswärtige Amt noch um Aufschiebung der Urteilsvollstreckung.

Dokumente

Gefangenenkarte von Guy Roure

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Bitte des Auswärtigen Amtes um Aufschiebung der Urteilsvollstreckung, 4. Juli 1944

Bundesarchiv R 3001/143399

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Guy Roure, 8. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 2536

Sterbeurkunde von Guy Roure vom 9. Februar 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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