Metoděj Rousek

4. Dezember 1919, Kojetein (Kojetín) – 11. Mai 1943
Metoděj Rousek

Porträt von Metoděj Rousek

Mährisches Landesmuseum (Moravské zemské muzeum), Brno

Metoděj Rousek wächst in einer Arbeiter­familie in Kojetín auf. Nach dem Besuch der Volks­schule und der Bürger­schule beginnt er eine Fleischer­lehre, muss diese jedoch aus gesund­heitlichen Gründen nach einem Jahr auf­geben und arbeitet dann in den Baťa-Werken in Trebitsch (Třebíč).
Nach der Beset­zung der böhmischen Länder wird er im April 1941 für die Mitar­beit in der seither verbotenen Kommu­nistischen Partei der Tschecho­slowakei (Komu­nistická strana Česko­slovenska, kurz KSČ) ange­worben. Er zahlt einmalig einen Mitglieds­beitrag und ist bereit, bei der Sabotage eines deutschen Eisen­bahn­transports mitzuwirken. Die Aktion kommt jedoch wegen der geringen Teil­nehmer­zahl und weil Metoděj Rousek und ein anderer Mann davon abraten, nicht zustande.
Metoděj Rousek wird am 14. Oktober 1942 festge­nommen und am 20. Februar 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung des kommu­nistischen Hoch­verrats” zum Tode verurteilt. Sämtliche Gnadengesuche werden abgelehnt und der 23-jährige am 11. Mai 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Metoděj Rousek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Metoděj Rousek vom 20. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/14230

Gnadengesuch des Rechtsanwalts Hellmuth Boden für Metoděj Rousek vom 22. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/14230

Sterbeurkunde von Metoděj Rousek vom 12. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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