František Rožánek

16. Februar 1903, Bukownik (Bukovník) – 8. September 1943
František Rožánek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Rožánek, 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9

František Rožánek wird am 16. Februar 1903 in Bukownik (Bukovník) geboren, lässt sich zum Maler und Lackierer ausbilden und arbeitet zuletzt als Werkmeister in Prag.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen und Errichtung des „Protektorats Böh­men und Mähren” schließt er sich im Spätsommer 1939 der Widerstandsorganisation Domaci Odboj (Heimatabwehr) an, die ihrer Erkennungs­zeichen wegen – eiserne Finger­ringe sowie 10- und 20-Heller-Stücke mit einem eingestanzten Blitz zwischen den Löwenklauen – auch Fingerringgruppe genannt wird. Die Organisation bekennt sich zur tschechoslowa­kischen Exilregierung in London, stellt Flugschriften her und bereitet Sabotage­handlun­gen vor. František Rožánek wirbt neue Mitglieder, führt Mitgliedsbeiträge ab und betätigt sich bis zu seiner Festnahme am 24. März 1941 als Ausschussmitglied.
Am 20. Juli 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zu­sammen mit Josef Broul, Jan Švarc und Alois Till zum Tode. František Rožánek wird am frühen Morgen des 8. September 1943 während der soge­nannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Rožánek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Švarc und andere vom 30. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Švarc und andere vom 20. Juli 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9

Sterbeurkunde von František Rožánek vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Sep­tember 1943 im Strafgefängnis Plöt­zensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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