František Rožánek


Erkennungsdienstliche Aufnahme von František Rožánek, 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen und Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” schließt er sich im Spätsommer 1939 der Widerstandsorganisation Domaci Odboj (Heimatabwehr) an, die ihrer Erkennungszeichen wegen – eiserne Fingerringe sowie 10- und 20-Heller-Stücke mit einem eingestanzten Blitz zwischen den Löwenklauen – auch Fingerringgruppe genannt wird. Die Organisation bekennt sich zur tschechoslowakischen Exilregierung in London, stellt Flugschriften her und bereitet Sabotagehandlungen vor. František Rožánek wirbt neue Mitglieder, führt Mitgliedsbeiträge ab und betätigt sich bis zu seiner Festnahme am 24. März 1941 als Ausschussmitglied.
Am 20. Juli 1943 verurteilt der „Volksgerichtshof” ihn zusammen mit Josef Broul, Jan Švarc und Alois Till zum Tode. František Rožánek wird am frühen Morgen des 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von František Rožánek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Švarc und andere vom 30. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Švarc und andere vom 20. Juli 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-283-9
Sterbeurkunde von František Rožánek vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bericht über die vom 7. bis 10. September 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943
Bundesarchiv R 3001/25019




















































