Kazimierz Różycki
Im September 1941 flieht der sowjetische Kriegsgefangene Fiodor Asarow aus einem Eisenbahntransport und versteckt sich etwa zwei Monate im polnischen Kreis Konin. Mehrere in der Gegend wohnende Landwirte und ihre Familien helfen dem Entflohenen. Im November 1941 wird der 26-jährige Asarow aufgrund einer Denun­ziation von einer deutschen Gendarmeriestreife aufgegriffen. Die Polizei verhaftet daraufhin mehrere polnische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Kazimierz Różycki. Er hat Asarow mehrere Nächte in seiner Scheune beherbergt und verköstigt.
Kazimierz Różycki wird am 27. Mai 1942 vom „Volksge­richtshof” wegen „Schädigung des Reichswohls in Ver­bindung mit landesverräterischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt und am 22. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Kazimierz Różycki
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Kazimierz Różycki vom 21. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/14275
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Kazimierz Różycki vom 27. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/14275
Handschriftliche Gnadengesuche von Kazimierz Różycki mit deutscher Übersetzung vom 8. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/39351
Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe an Kazimierz Różycki vom 22. August 1942
Bundesarchiv R 3017/39351






















