Wilhelmine Rubal


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Wilhelmine Rubal, 1941
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 319
Nach dem Verbot der KPČ und der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht unterstützt sie ab 1940 mehrmals Familien von in Konzentrationslagern inhaftierten Genossen mittels Spenden. Anfang August 1941 gewinnt Emil Komann sie für die Mitarbeit in der illegalen KPČ in Teplitz (Teplice). Bis zu ihrer Festnahme Ende 1941 wirbt sie ihren Bruder als neues Mitglied, führt Mitgliedsbeiträge ab und nimmt kommunistische Flugschriften an sich.
Wilhelmine Rubal ist befreundet mit Herta Lindner, die ebenfalls in der illegalen KPČ in Teplitz aktiv ist und auch zum Tode verurteilt wird.
Am 24. November 1942 verurteilt der „Volksgerichtshof” Wilhelmine Rubal zusammen mit sechs weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Sie alle werden am 29. März 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Wilhelmine Rubal
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Zenker und andere vom 24. November 1942
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 319
Schnellbrief des „Reichsprotektors in Böhmen und Mähren” bezüglich der Gnadenfrage gegen Josef Zenker und andere vom 18. Februar 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 319
Ablehnung des Gnadenerweises gegenüber Wilhelmine Rubal durch den Reichsjustizminister vom 17. März 1943
Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 319
Bekanntmachung der Hinrichtung von Wilhelmine Rubal und anderen 1943 in Dux und Teplitz
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-513-10

















