Hans-Werner Rubens

9. Mai 1905, Rybnik – 2. März 1944
Hans-Werner Rubens

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Hans-Werner Rubens, 1943

Bundesarchiv R 3001/143365

Der gelernte Gärtner und Landwirtschaftsbeamte kommt als Hans-Werner Rubensohn zur Welt und ändert seine Namen später in Rubens. Sein christlicher Vater ist jüdischer Herkunft, auch Hans-Werner Rubens ist christlich getauft. Er gilt nach den nationalsozialistischen Gesetzen jedoch als „Halbjude”.
1935 wird er erstmals wegen homosexueller Beziehungen sowie wegen sexuellen Missbrauchs zu Haftstrafen verurteilt. Am 9. Februar 1944 verurteilt das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin Rubens als „gefährlichen Sittlichkeitsverbrecher” zum Tode. Ihm wird vorgeworfen wiederholt Jungen unter 14 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Die jüdische Herkunft seiner Familie wirkt sich bei der Urteilsfindung strafverschärfend aus.
Hans-Werner Rubens wird am 2. März 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans-Werner Rubens

Landesarchiv Berlin A Rep. 369, Kartei

Tenor des Urteils des Sondergerichts VII bei dem Landgericht Berlin gegen Hans-Werner Rubens vom 9. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II 4047

Ablehnung eines Gnadenerweises für Hans-Werner Rubens vom 22. Februar 1944

Bundesarchiv R 3001/143365

Mitteilung über die Hinrichtung von Hans-Werner Rubens vom 3. März 1944

Bundesarchiv R 3001/143365

Sterbeurkunde von Hans-Werner Rubens vom 3. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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