Johann Ruchalski
Johann Ruchalski wird von seinem Vorgesetzten Franz Rutkiewicz zur Mitarbeit für den polnischen Nach­richtendienst geworben. Ruchalskis Bruder, der in einem deutschen Rüstungsbetrieb beschäftigt ist, wird ebenfalls angeworben. Sie beschaffen militärische Informationen unter anderem über die logistischen Pläne der deutschen Reichsbahn für den Kriegsfall.
Johann Ruchalski wird denunziert, am 2. Juni 1939 vom „Volksgerichtshof” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 10. Oktober 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Johann Ruchalski
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Rutkiewicz, Viktor Samerski und Johann Ruchalski vom 2. Juni 1939
Bundesarchiv R 3017/49245
Gnadengesuch für Johann Ruchalski durch seinen Rechtsanwalt Faehndrich vom 23. Juni 1939
Bundesarchiv R 3017/49245
richte ich die Bitte, daß die mir und meiner Frau im Urteil auferlegten Gerichtskosten niedergeschlagen werden. Das bisschen Vermögen, was ich noch besitze, in Höhe, im Werte von 500 Danziger Gulden, würde dann meiner Frau und meinen beiden Kindern zugute kommen.
Ferner bitte ich, man möge meinen Namen nicht nennen, weil viele meiner Angehörigen im Reich wohnen, die mit meiner Strafsache nichts zu tun hatten und nun jetzt große Nachteile hätten.
Johann Ruchalski
Schreiben von Johann Ruchalski an den Oberreichsanwalt vom 10. Oktober 1939
Bundesarchiv R 3017/49245
Niederschrift über den Vollzug der Todesstrafe an Franz Rutkiewicz, Viktor Samerski und Johann Ruchalski vom 10. Oktober 1939
Bundesarchiv R 3017/49245




































































































