Čestmír Rušek

16. September 1912, Braunsberg (Brušperk) – 24. September 1942
Čestmír Rušek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Čestmír Rušek, 1940

Bundesarchiv R 3017/11580

Nach seinem Abitur arbeitet Čestmír Rušek bis 1934 in einem Elek­trizitäts­werk und tritt dann in die Tschecho­slowa­kische Armee ein. Er besucht die Reser­ve-Offiziers­schule und die Militär­aka­demie in Mährisch Weiß­kirchen (Hranice na Moravě), schlägt die Offiziers­lauf­bahn ein und hat zuletzt den Rang eines Leutnants inne.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht wird er im Mai 1939 von Ladislav Mácha über die im Entstehen begriffene geheime Militär­orga­nisation Obrana Národa (ON – Ver­tei­digung der Nation) unter­richtet, die den bewaffneten Auf­stand plant. Er schließt sich dem Kreis­kom­mando Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) unter Edmund Klímek an und wirbt in der Folge­zeit weitere Mitarbeiter, darunter Jaroslav Matěj. Unter Ladislav Mácha wird er im September 1939 stell­vertre­tender Kreis­kommandant.
Nach den Fest­nahmen von Klímek und Mácha flüchtet er am 1. Dezember über die Slowakei nach Ungarn, wird jedoch vor dem Grenz­über­tritt nach Jugos­lawien ins „Protek­torat” zurück­gebracht und Anfang Mai 1940 ebenfalls festge­nom­men.
Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt ihn am 26. Juni 1942 zusam­men mit Edmund Klímek, Ladislav Mácha, Jaroslav Matěj und drei weite­ren Ange­klagten wegen „Feindbe­güns­tigung und Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Čestmír Rušek wird am 24. Septem­ber 1942 in Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Čestmír Rušek

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/11580

Sterbeurkunde von Čestmír Rušek vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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