Čestmír Rušek
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht wird er im Mai 1939 von Ladislav Mácha über die im Entstehen begriffene geheime Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) unterrichtet, die den bewaffneten Aufstand plant. Er schließt sich dem Kreiskommando Mährisch Ostrau (Moravska Ostrava) unter Edmund Klímek an und wirbt in der Folgezeit weitere Mitarbeiter, darunter Jaroslav Matěj. Unter Ladislav Mácha wird er im September 1939 stellvertretender Kreiskommandant.
Nach den Festnahmen von Klímek und Mácha flüchtet er am 1. Dezember über die Slowakei nach Ungarn, wird jedoch vor dem Grenzübertritt nach Jugoslawien ins „Protektorat” zurückgebracht und Anfang Mai 1940 ebenfalls festgenommen.
Der „Volksgerichtshof” verurteilt ihn am 26. Juni 1942 zusammen mit Edmund Klímek, Ladislav Mácha, Jaroslav Matěj und drei weiteren Angeklagten wegen „Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Čestmír Rušek wird am 24. September 1942 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Čestmír Rušek
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 23. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/11580
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Edmund Klímek und andere vom 26. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/11580
Sterbeurkunde von Čestmír Rušek vom 24. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung



















































































































