Stefan Rydyński

18. August 1912, Ritscherheim/Gnesen (Międzylesie/Gniezno) – 6. August 1943
Stefan Rydyński

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stefan Rydynski, hergestellt im Strafgefängnis Plötzensee

Bundesarchiv R 3001/147419

Stefan Rydyński ist der Sohn einer Land­arbeiter­familie. Er unter­stützt nach der Volks­schule seine Eltern und ist ebenfalls als Land­arbeiter tätig.
1935/36 leistet er seinen Militär­dienst beim polnischen Heer, danach ist er als Gelegen­heits­arbeiter wie­der in der Land­wirtschaft tätig. Ende August 1939 zum polnischen Militär einbe­rufen, gerät er nach dem Ein­marsch der Wehrmacht in Warschau in Kriegs­gefangen­schaft, aus der er jedoch bald entlassen wird.
Stefan Rydyński arbeitet zuletzt als Bauhilfs­arbeiter in Camberg (Saale). Unter den polnischen Arbeits­kollegen organisiert er eine Sammlung für das Polnische Rote Kreuz und appelliert mündlich und schriftlich an seine Kollegen, Geld für die Familien gefallener polnischer Soldaten zu spenden.
Er wird daraufhin denun­ziert, am 30. Juni 1942 festge­nommen und am 2. Juli 1943 vom 1. Strafsenat des Kammer­gerichts Berlin wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Stefan Rydyński wird am 6. August 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Stefan Rydyński

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des Kammergerichts gegen Stefan Rydyński vom 12. April 1943

Bundesarchiv R 3001/147419

Todesurteil des Kammergerichts gegen Stefan Rydyński vom 2. Juli 1943

Bundesarchiv R 3001/147419

Sterbeurkunde von Stefan Rydyński vom 7. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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