Stefan Rydyński


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Stefan Rydynski, hergestellt im Strafgefängnis Plötzensee
Bundesarchiv R 3001/147419
1935/36 leistet er seinen Militärdienst beim polnischen Heer, danach ist er als Gelegenheitsarbeiter wieder in der Landwirtschaft tätig. Ende August 1939 zum polnischen Militär einberufen, gerät er nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Warschau in Kriegsgefangenschaft, aus der er jedoch bald entlassen wird.
Stefan Rydyński arbeitet zuletzt als Bauhilfsarbeiter in Camberg (Saale). Unter den polnischen Arbeitskollegen organisiert er eine Sammlung für das Polnische Rote Kreuz und appelliert mündlich und schriftlich an seine Kollegen, Geld für die Familien gefallener polnischer Soldaten zu spenden.
Er wird daraufhin denunziert, am 30. Juni 1942 festgenommen und am 2. Juli 1943 vom 1. Strafsenat des Kammergerichts Berlin wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Stefan Rydyński wird am 6. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Stefan Rydyński
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des Kammergerichts gegen Stefan Rydyński vom 12. April 1943
Bundesarchiv R 3001/147419
Todesurteil des Kammergerichts gegen Stefan Rydyński vom 2. Juli 1943
Bundesarchiv R 3001/147419
Sterbeurkunde von Stefan Rydyński vom 7. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















