Paul Sabeikow

25. März 1902, Soltnitz/Kreis Neustettin – 18. August 1944
Paul Sabeikow besucht bis zu seinem 14. Lebensjahr die Volksschule. Nach einem Diebstahl wird er in Fürsorgeerziehung genommen und in den folgenden Jahren mehrfach wegen Eigentumsdelikten zu kurzen Haftstrafen ver­urteilt. Im April 1918 tritt er in die Armee ein, wird jedoch nicht mehr an der Front eingesetzt.
Nach Kriegsende gehört er kurzzeitig der Reichswehr an und ist anschließend als land­wirtschaftlicher Arbeiter tätig. In den folgenden Jahren wird Paul Sabeikow wiederholt straffällig und zu Gefängnis- und Zucht­haus­strafen verurteilt. Während der Haft erlernt er das Dreher­handwerk und arbeitet anschließend in diesem Beruf.
Paul Sabeikow wird am 2. August 1944 vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” und „Volksschädling” zum Tode verurteilt. Neben dem Diebstahl zweier Rundfunkgeräte, der Unterschlagung einer Armbanduhr und eines Fahrrades wird ihm vorgeworfen, nach einem Luftangriff einen Korb mit Kleidungsstücken entwendet zu haben.
Paul Sabeikow wird am 18. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Sabeikow

Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 3705

Ablehnung eines Gnadenerweises für Paul Sabeikow vom 10. August 1944

Bundesarchiv R 3001/143568

Mitteilung über die Hinrichtung von Paul Sabeikow vom 19. August 1944

Bundesarchiv R 3001/143568

Sterbeurkunde von Paul Sabeikow vom 21. August 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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