Paul Sabeikow
Nach Kriegsende gehört er kurzzeitig der Reichswehr an und ist anschließend als land­wirtschaftlicher Arbeiter tätig. In den folgenden Jahren wird Paul Sabeikow wiederholt straffällig und zu Gefängnis- und Zucht­haus­strafen verurteilt. Während der Haft erlernt er das Dreher­handwerk und arbeitet anschließend in diesem Beruf.
Paul Sabeikow wird am 2. August 1944 vom Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” und „Volksschädling” zum Tode verurteilt. Neben dem Diebstahl zweier Rundfunkgeräte, der Unterschlagung einer Armbanduhr und eines Fahrrades wird ihm vorgeworfen, nach einem Luftangriff einen Korb mit Kleidungsstücken entwendet zu haben.
Paul Sabeikow wird am 18. August 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Paul Sabeikow
Landesarchiv Berlin A Rep 369, Nr. 3705
Ablehnung eines Gnadenerweises für Paul Sabeikow vom 10. August 1944
Bundesarchiv R 3001/143568
Mitteilung über die Hinrichtung von Paul Sabeikow vom 19. August 1944
Bundesarchiv R 3001/143568
Sterbeurkunde von Paul Sabeikow vom 21. August 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







