Fuat Sajfelmuljukow

16. Juli 1916, Taschkent – 25. August 1944
Fuat Sajfelmuljukow

Fuat Sajfelmuljukow

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

Fuat Sajfelmuljukow absolviert eine Ausbildung als Fi­nanzökonom in Samarkand. Seit 1938 ist er Buchhalter beim Volkskommissariat für Handel der Tadschikischen SSR. Nach dem Überfall der deutschen Truppen auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wird er in die Rote Armee eingezogen und gerät später in deutsche Kriegsgefan­genschaft.
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Fuat Sajfelmuljukow, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegsgefangene, für die Aufnahme in diese Legion. Die Kollaboration der Gruppe um Dshalil ist jedoch zur Tarnung von Widerstands­aktivitäten nur vorgetäuscht. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Überlaufen zur Roten Armee zu bewegen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe Dshalil von der Gestapo aufgedeckt. Fuat Sajfelmuljukow, Musa Dshalil und die meisten seiner Gefährten werden verhaftet. Der 2. Senat des in Dresden tagenden Reichs­kriegsgerichts verurteilt Fuat Sajfelmuljukow am 12. Fe­bruar 1944 wegen „Feind­begünstigung und Zer­setzung der Wehrkraft” zum Tode.
Fuat Sajfelmuljukow wird am 25. August 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Kurmaschew und Dshalil

Militärhistorisches Archiv, Prag

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