André Salan

12. Juli 1921, Plouasne – 8. September 1943
André Salan

Polizeiaufnahme von André Salan, um 1943

Bundesarchiv R 3001/143420

André Salan ist von Beruf Bäcker und kommt im Oktober 1942 als französischer „Zivilarbeiter“ nach Berlin. Zu­nächst arbeitet er beim Deutschen Opernhaus, später dann bei der Tobis-Filmgesellschaft. Seit Februar 1943 ist er arbeitslos.
Er wird mit 27 anderen Zwangsarbeiterinnen und Zwangs­arbeitern wegen Einbruchdiebstahls, Hehlerei und „Kriegswirtschaftsverbrechen” vor dem Sondergericht Berlin angeklagt.
Den mehrheitlich französischen Angeklagten werden insgesamt 43 Geschäftseinbrüche zwischen Anfang Februar und Mitte März 1943 in ganz Berlin zur Last gelegt.
Das Sondergericht VII bei dem Landgericht Berlin ver­urteilt am 23. August 1943 insgesamt 16 der Angeklagten zum Tode, darunter auch André Salan. Die übrigen Ange­klagten werden zu mehrjährigen Zuchthaus- und Gefängnisstrafen verurteilt.
Der 22-jährige André Salan wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Straf­ge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von André Salan

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von André Salan vom 15. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die vom 7. bis 10. Septem­ber 1943 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckten Todesurteile, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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