Lothar Salinger

8. Mai 1919, Berlin – 4. März 1943
Lothar Salinger

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Lothar Salinger

Bundesarchiv R 3018/1642

Der Sohn eines Kaufmanns arbeitet nach dem Ende seiner Schul­laufbahn im Geschäft seines Vaters, bis dieses aufgrund der NS-Gesetz­gebung 1938 schließen muss. Er schlägt sich daraufhin mit verschie­denen Tätigkeiten durch. 1940 wird er zur Arbeit in einer Fabrik in Köpenick gezwungen.
Durch seine Mitglied­schaft im zionis­tischen Jugend­verband Habonim und seine Freund­schaft mit Heinz Birnbaum kommt er mit der Widerstands­gruppe um Herbert Baum in Kontakt, der er sich anschließt.
Nach einem Brand­anschlag auf die national­sozialis­tische Propaganda­ausstellung „Das Sowjet­paradies” am 18. Mai 1942 wird die Gruppe enttarnt.
Lothar Salinger wird am 15. Juli 1942 festge­nommen, am 10. Dezember 1942 vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verurteilt und am 4. März 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Lothar Salinger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Lothar Salinger und andere, 10. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33975

Ablehnung eines Gnadenerweises und Anordnung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Lothar Salinger und weitere Angehörige der Gruppe Baum, 26. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/33975

Protokoll der Vollstreckung der Todesstrafe gegen Lothar Salinger, 4. März 1943

Bundesarchiv 3018/1642

Bekanntmachung der Hinrichtung von Angehörigen der Gruppe Baum, 4. März 1943

Bundesarchiv R 3018/1642

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