Albert Samuel

3. November 1891, Minden/Westfalen – 25. August 1943
Albert Samuel stammt aus einer jüdischen Mindener Familie. Nach dem Besuch der Realschule erlernt er im väterlichen Papierbetrieb das Papiermacherhandwerk. Im Ersten Weltkrieg zum Heer einberufen, wird er im März 1919 aus der Armee entlassen. Ab 1920 lebt Albert Samuel in Berlin, wo er bis Anfang der 1930er Jahre eine Papierwarenfabrik betreibt.
1935 wird gegen ihn ein Verfahren wegen Urkundenfälschung eröffnet. Albert Samuel meldet sich polizeilich ab und lebt und arbeitet unter falschem Namen als Schriftsteller und im Kunsthandel weiter in Berlin. Er beginnt eine Liebes­beziehung mit seiner Zimmervermieterin. Das Paar wird schließlich denunziert und Albert Samuel wird am 30. August 1942 festgenommen.
Albert Samuel versucht zunächst seine jüdische Herkunft zu verleugnen, wird schließlich aber am 23. Juni 1943 vom Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin als „gefährlicher Gewohnheits­verbrecher” wegen „Rassenschande” zum Tode verurteilt.
Er wird am 25. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Ablehnung eines Gnadenerweises für Albert Samuel vom 1. August 1943

Bundesarchiv R 3018/16404

Anordnung der Vollstreckung des Todesurteils gegen Albert Samuel vom 16. August 1943

Bundesarchiv R 3018/16404

Sterbeurkunde von Albert Samuel vom 26. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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