Alexandr Šára
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht und der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” schließt er sich im Frühsommer 1940 der tschechischen Widerstandsbewegung Národni Odboj (Nationaler Widerstand) gegen das NS-Besatzungsregime an. Er beschafft Informationen über die Produktion von Rüstungsgütern aus dem mittlerweile in Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik AG umbenannten Werk und liefert Kopien und Pläne wie etwa zur Herstellung von Panzerwagen. Er steht in engem Kontakt mit Jan Vycpálek, der für den sowjetischen Nachrichtendienst tätig ist und die Informationen der Sowjetunion über­mittelt.
Anfang Oktober 1941 wird Alexandr Šára festgenommen und am 29. April 1943 vom „Volksgerichtshof” zusammen mit Jan Vycpálek und vier weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat, Landesverrat und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Alexandr Šára wird am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Jan Vycpálek und andere vom 17. Februar 1943
Bundesarchiv R 3001/147069
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Jan Vycpálek und andere vom 29. April 1943
Bundesarchiv R 3001/147069
Sterbeurkunde von Alexandr Šára vom 14. September 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Fernschreiben des Oberreichsanwalts zur Vollstreckung der Urteile gegen Jan Vycpálek und weitere Personen, 15. September 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-464-10






















































