Rupert Sauseng

16. Januar 1896, Eggersdorf bei Graz – 15. Dezember 1939
Rupert Sauseng

Rupert Sauseng

Verein Lila Winkel, Österreich

Rupert Sauseng lebt mit seiner Frau Johanna und seinem Sohn Hansi in Eisenerz in der Steier­mark. Er gehört der Glaubens­gemein­schaft der Zeugen Jehovas an und verweigert, als er zur Wehr­macht einbe­rufen wird, aus religiösen Gründen den Dienst an der Waffe und den Eid auf Hitler.
Nach der bereits am 26. August 1939 in Kraft getre­tenen „Kriegs­sonder­straf­rechts­ver­ordnung” wird die Verwei­gerung des Wehr­dienstes als „Zerset­zung der Wehrkraft” geahn­det und kann mit dem Tode bestraft werden.
Rupert Sauseng wird festge­nommen und der Ober­reichs­kriegsanwalt erhebt am 4. Oktober 1939 Anklage gegen ihn. Er wird am 21. November vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verurteilt und am 15. Dezember 1939 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Rupert Sauseng

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Rupert Sauseng (links) an seinem Arbeitsplatz

Verein Lila Winkel, Österreich

Abschrift des Abschiedsbriefes von Rupert Sauseng an seine Frau und seinen Sohn, 15. Dezember 1939

Verein Lila Winkel, Österreich

Sterbeurkunde von Rupert Sauseng vom 15. Dezember 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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