Josef Schaap

3. Mai 1899, Amsterdam – 30. Juli 1943
Josef Schaap

Foto von Josef „Joop” Schaap

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Josef „Joop” Schaap fährt als Koch und Steward zur See, dient neun Monate in der nieder­ländischen Kriegs­marine und übt als Hilfs­arbeiter verschie­dene Tätig­keiten aus. Seit frühester Jugend politisch aktiv, gehört er unter anderem einer kommu­nistischen Gewerk­schaft an, die nicht orga­nisierte Hafen­arbeiter und Seeleute aller Nationen ver­eint. 1929 folgt er einer Einladung des sowjetischen Trans­port­arbeiter­verbands und verbringt sechs Monate in der Sowjet­union.
Zwischen 1937 und 1939 ist Josef Schaap der Kopf der inter­national agierenden Woll­weber-Gruppe, die Sabotage und Anschläge auf deutsche, italienische und japanische Schiffe verübt.
Am 20. August 1940 wird er in Dänemark festge­nommen und befindet sich seit dem 27. August 1942 in Unter­suchungs­haft beim Kriminal­gericht in Berlin-Moabit.
Der 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Josef Schaap am 2. April 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” und „Feindbe­günstigung” zum Tode.
Josef Schaap wird am 30. Juli 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Schaap

Bundesarchiv R 3017/32607

Haftbefehl gegen Josef Schaap, 11. August 1942

Bundesarchiv R 3017/32607

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Schaap, 2. April 1943

Bundesarchiv R 3017/32607

Abschiedsbrief von Joop Schaap an seine Familie mit Übersetzung, 30. Juli 1943

Bundesarchiv R 3017/32607

Sterbeurkunde von Josef Schaap vom 31. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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