Garif Schabajew
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Garif Schabajew, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegsgefangene, für die Aufnah­me in diese Legion. Die Kollaboration der Gruppe um Dshalil ist jedoch zur Tarnung von Widerstandsaktivitäten nur vorgetäuscht. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Überlaufen zur Roten Armee zu bewe­gen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe Dshalil von der Gestapo aufgedeckt. Garif Schabajew wird festgenommen. Am 12. Februar 1944 wird er vom 2. Senat des in Dresden tagenden Reichskriegsgerichts wegen „Feindbegünstigung und Zersetzung der Wehr­kraft” zum Tode verurteilt.
Am 25. August 1944 wird Garif Schabajew im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Garif Schabajew
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Kurmaschew und Dshalil
Militärhistorisches Archiv, Prag
Sterbeurkunde von Garif Schabajew
Musa-Dshalil-Museum, Kazan







