Garif Schabajew

15. Dezember 1907, Staradurajo – 25. August 1944
Garif Schabajew

Garif Schabajew

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

Garif Schabajew ist Mitarbeiter in einer Finanzbehörde in Ferghana (Farg'ona) im Osten von Usbekistan, seit 1938 in Taschkent. Nach dem Überfall deutscher Truppen auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wird Garif Schabajew zur Roten Armee eingezogen. Später gerät er in deutsche Kriegsgefangenschaft.
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Garif Schabajew, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegsgefangene, für die Aufnah­me in diese Legion. Die Kollaboration der Gruppe um Dshalil ist jedoch zur Tarnung von Widerstands­aktivitäten nur vorgetäuscht. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Überlaufen zur Roten Armee zu bewe­gen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe Dshalil von der Gestapo aufgedeckt. Garif Schabajew wird festgenommen. Am 12. Februar 1944 wird er vom 2. Senat des in Dresden tagenden Reichskriegsgerichts wegen „Feindbe­günstigung und Zersetzung der Wehr­kraft” zum Tode verurteilt.
Am 25. August 1944 wird Garif Schabajew im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Garif Schabajew

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Kurmaschew und Dshalil

Militärhistorisches Archiv, Prag

Sterbeurkunde von Garif Schabajew

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

zurück