Bernhard Schäfers

18. Mai 1911, Westerholt – 14. Februar 1945
Bernhard Schäfers

Ausweisfoto von Bernhard Schäfers

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13895

Bernhard Schäfers erlernt nach dem Besuch der Volks­schule den Beruf des Melkers und ist anschließend in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben tätig. Seit Februar 1943 lebt er in Berlin.
Am 22. September 1943 wird der wegen Eigentums­de­likten vorbestrafte Schäfers erneut festgenommen. Ihm werden mehrere Tierdiebstähle und illegale Schlach­tungen sowie der Handel mit zwangsbe­wirtschafteten Waren vorgeworfen.
Am 11. Februar 1944 wird er gemeinsam mit Erwin Förster und Erich Soost sowie weiteren Mittätern angeklagt. Bernhard Schäfers gelingt jedoch in der Nacht vom 5. auf den 6. März 1944 die Flucht aus dem Straf­gefängnis Plötzensee.
Nach seiner Ergreifung Ende Dezember 1944 wird er am 27. Januar 1945 vom Sondergericht IV beim Landgericht Berlin wegen „fortgesetzten Diebstahls in Tateinheit mit Kriegs­wirtschaftsverbrechen in einem besonders schwe­ren Falle” auf der Grundlage der „Volksschädlings­ver­ord­nung” zum Tode verurteilt.
Bernhard Schäfers wird am 14. Februar 1945 im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bernhard Schäfers

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13895

Mitteilung über die Flucht von Bernhard Schäfers aus dem Strafgefängnis Plötzensee, 8. März 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13896

Urteil des Sondergerichts IV beim Landgericht Berlin gegen Bernhard Schäfers, 27. Januar 1945

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13895

Ablehnung des Gnadengesuchs von Bernhard Schäfers, 7. Februar 1945

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13894

Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe an Bernhard Schäfers, 14. Februar 1945

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 13894/1

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