Philipp Schaeffer

16. November 1894, Königsberg (Kaliningrad) – 13. Mai 1943
Philipp Schaeffer

Philipp Schaeffer im Jahr 1931

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Der promovierte Asien­forscher tritt 1928 in Berlin in die KPD ein und heiratet im gleichen Jahr die Bild­hauerin Ilse Liebig.
Nach dem Reichs­tagsbrand 1933 wird Philipp Schaeffer zum ersten Mal kurzzeitig festge­nommen, ist nach der Frei­lassung aber wieder für die nun illegale KPD in Berlin und Branden­burg aktiv. Er wird wieder­holt festge­nom­men und ist von November 1935 bis März 1940 in Haft.
Nach seiner Frei­lassung kommt er mit Wilhelm Guddorf, den er in der Haft kennen­gelernt hat, sowie mit weiteren Mit­gliedern der Roten Kapelle in Kontakt. Dazu gehören vor allem Elisabeth und Kurt Schu­macher und auch Harro Schulze-Boysen.
Bei dem Versuch, das jüdische Ehepaar Hohen­emser am Selbst­mord zu hindern, verletzt sich Schaeffer, so dass er Monate im Kranken­haus verbringen muss.
Nach der Enttarnung der Roten Kapelle wird er am 2. Oktober 1942 festge­nommen und am 6. Februar 1943 vom Reichs­kriegsgericht zum Tode verurteilt. Philipp Schaeffer wird am 13. Mai 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Feldurteil des Reichskriegsgerichts gegen Walter Küchenmeister, Philipp Schaeffer und andere, 6. Februar 1943

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Philipp Schaeffer vom 14. Mai 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück