Heinrich Schäffner

19. Februar 1912, Gießen – 1. Februar 1939
Heinrich Schäffner wird am 19. Februar 1912 in Gießen geboren und arbeitet nach dem Schulbesuch zunächst als Land- und Fabrikarbeiter. In der Folgezeit ist er auch als Holz- und Obsthändler sowie Reisevertreter beschäf­tigt. Wegen Diebstahls wird er mehrfach zu geringfügi­gen Gefängnisstrafen verurteilt.
Er wird im Sommer 1936 für den französischen Nach­richtendienst angeworben und erstattet zunächst Bericht über Arbeitsdienstlager in verschiedenen südwestdeut­schen Städten. Auf einer Vielzahl weiterer Erkundungs­reisen ins deutsch-französische Grenzgebiet und an die Nord- und Ostseeküste kund­schaftet er bis zu seiner Festnahme im Januar 1938 Befestigungs- und Rüstungs­anlagen der deutschen Wehrmacht aus und fertigt davon teilweise Lichtbildaufnahmen an.
Heinrich Schäffner wird am 18. November 1938 vom „Volksgerichtshof“ wegen „Landesverrats“ zum Tode ver­urteilt und am 1. Februar 1939 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Heinrich Schäffner

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Heinrich Schäffner vom 18. November 1938

Bundesarchiv R 3018/14152

Sterbeurkunde von Heinrich Schäffner vom 1. Februar 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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