Emanuel Schaffarczik

4. Januar 1894, Ludgersthal/Ratibor (Ludgerovice/Ostrava) – 16. September 1941
Emanuel Schaffarczik

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Emanuel Schaffarczik, 1939

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-49-8

Der Sohn eines Mühlenbesitzers erlernt nach der Volks­schule das Bäckerhandwerk. Nach seinem Militär­dienst und der Teilnahme am Ersten Weltkrieg betreibt er ab 1924 eine eigene Bäckerei im Hultschiner Ländchen. Er gehört der Deutschen Nationalsozialistischen Partei (DNSAP) an, nach deren Auflösung tritt er 1935 in die Sudetendeut­sche Partei (SdP) ein.
Ende 1936 lässt er sich von einem tschechischen Gen­darmeriewachtmeister für den tschechischen Nachrich­tendienst anwerben und erkundet auf reichsdeutscher Seite, ob deutsche Truppen vor Ort sind. Nach der Annexion der Sudeten durch das Deutsche Reich kommt Emanuel Schaffarczik zur Reichsbahn und ist ab Ende 1938 im Reichsbahnbetriebsamt in Troppau tätig.
Am 24. August 1939 wird er festge­nommen und vom „Volksgerichts­hof” am 26. Juni 1941 wegen „Landesver­rats” zum Tode verurteilt. Der dreifache Familienvater wird am 16. Septem­ber 1941 im Strafgefängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Emanuel Schaffarczik

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emanuel Schaffarczik vom 26. Juni 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-49-9

Sterbeurkunde von Emanuel Schaffarczik vom 16. September 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Emanuel Schaffarczik, September 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-49-10

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