Emil Schaphoff
1939 lässt sich Emil Schaphoff zum Hilfsmechaniker umschulen und arbeitet dann bei der Robert Bosch GmbH. Da die Produktion „kriegswichtig” ist, ist er vom Wehrdienst befreit. Im Juni 1942 kehrt er nach einer mehrwöchigen Erkrankung nicht mehr zurück und begeht in der Folgezeit mehrere Diebstähle als Untermieter sowie von Koffern an Berliner Bahnhöfen.
Nach seiner Festnahme am 24. November 1942 schenkt das Sondergericht V bei dem Landgericht Berlin seiner Aussage, dass seine erneute Straffälligkeit auf einer Verkettung unglücklicher Umstände beruhe, keinen Glauben. Am 20. April 1943 verurteilt das Gericht Emil Schaphoff auf Grundlage der „Volksschädlingsverordnung” zum Tode mit der Argumentation, dass keine Möglichkeit erkennbar sei, „ihn nochmal in diese Volksgemeinschaft zurückzuführen”.
Sein eigenes und das Gnadengesuch seines Verteidigers werden abgelehnt und Emil Schaphoff am 18. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee für Emil Schaphoff
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2650
Urteilsformel des Sondergerichts V bei dem Landgericht Berlin gegen Emil Schaphoff vom 22. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2650
Gnadengesuch von Emil Schaphoff vom 22. April 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2650/2
Sterbeurkunde von Emil Schaphoff vom 19. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Emil Schaphoff im Jahr 1921
Privatbesitz









