Karl Schapper
Bereits in den 1920er Jahren ist Schapper zum katholischen Glauben übergetreten. Aus christicher Überzeugung lehnt er den Nationalsozialismus ab und schreibt zahlreiche regimekritische Artikel in dem bis September 1939 in Kattowitz erscheinenden Wochenblatt „Der Deutsche in Polen“. Zudem stellt er für den Herausgeber Johannes Maier-Hultschin vielfältige Verbindungen her.
In Paris führt er Gespräche mit dem ehemaligen Danziger Senatspräsidenten Hermann Rauschning, durch dessen Vermittlung die französische Regierung zu Zugeständnissen bei einem Umsturz im Reich veranlasst werden soll. Kurz vor Kriegsbeginn trifft sich Schapper in Zakopane zu geheimen Besprechungen, die der Vorbereitung eines militärischen Umsturzes in Deutschland dienen.
Karl Schapper wird am 19. September 1939 gemeinsam mit seiner Ehefrau Irmgard festgenommen und am 5. Oktober 1940 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs“ wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Nachdem alle Gnadengesuche abgelehnt worden sind, wird er am 1. Februar 1941 in Plötzensee ermordet.
Irmgard Schapper wird zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt und kann das Kriegsende überleben.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl Schapper
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Schapper, 15. Oktober 1940
Bundesarchiv R 3017/17559
Ablehnung eines Gnadenerweises für Karl Schapper, 27. Januar 1941
Bundesarchiv R 3017/17559
Sterbeurkunde von Karl Schapper vom 1. Februar 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Hinrichtung von Karl Schapper, 3. Februar 1941
Bundesarchiv R 3017/17559


































































