Josef Schauenberg

23. August 1914, Köln – 30. September 1943
Josef Schauenberg wird am 23. August 1914 in Köln geboren und arbeitet nach dem Besuch der Volksschule bei einem Bauern. Für einige Zeit ist er in einem Heim der Jugendfürsorge in Euskirchen untergebracht. Zwischen 1934 und 1937 verrichtet er verschiedene Ge­legenheitsarbeiten und wird ab 1937 wegen Bettelei, Diebstahls und „Arbeitsverweigerung“ mehrmals zu Gefängnisstrafen verurteilt.
Josef Schauenberg stiehlt zusammen mit seinem Be­kannten Paul Gossert am 13. März 1943 in der Rosen­thaler Straße in Berlin aus einer Druckerei eine Schreib­maschine, einen Heizofen und einen Volksempfänger. Ende April entwenden beide aus einer Gastwirtschaft eine größere Menge Spirituosen und ein Rundfunkgerät, welches Gossert weiterverkauft.
Beide Männer werden am 22. September 1943 vom Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin wegen „Verbrechens gegen die Volksschädlingsverordnung in Verbindung mit Diebstahl“ zum Tode verurteilt und am 30. September 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Schauenberg

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des Sondergerichts VI beim Landgericht Berlin gegen Josef Schauenberg, Paul Gossert und weitere Per­sonen vom 22. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2075

Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Schauenberg und Paul Gossert vom 30. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2075

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee über den Abgang des Gefangenen Josef Schauenberg vom 30. September 1943

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2074/1

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