Werner Schaumann

2. Februar 1908, Berlin – 11. Mai 1943
Werner Schaumann

Werner Schaumann

Bundesarchiv R 3017/33941

Der Sohn eines Kauf­manns absolviert nach dem Abschluss des Real­gymna­siums eine Ausbildung zum Gärtner. Ein natur­wissen­schaft­liches Studium an der Berliner Universität muss er nach einigen Semes­tern aus finan­ziellen Gründen wieder aufgeben.
Werner Schaumann ist seit 1932 Mitglied der KPD und ehren­amtlich für die Inter­nationale Arbeiter­hilfe tätig. Nach 1933 arbeitet er mit Karl Kunger und Hans-Georg Vötter zusammen. Sie verbrei­ten Flug­blätter und illegale Schriften gegen das NS-Regime.
Werner Schaumann findet nach der Fest­nahme von Hans-Georg Vötter 1935 über Hildegard Jadamo­witz Anschluss an die Wider­stands­gruppe um Herbert Baum.
In seiner Wohnung organi­siert Schaumann marxis­tische Schulungs­zirkel. Nachdem Hans-Georg Vötter 1940 aus dem Gefängnis entlassen wird, bildet sich um ihn erneut ein Kreis junger Frauen und Männer, zu denen auch Werner Schau­mann gehört. Sie verbreiten erneut Flug­blätter und halten Schulungs­kurse ab.
Nach einem Brand­anschlag auf die national­sozialis­tische Propa­ganda­aus­stellung „Das Sowjet­paradies” durch den Kreis um Herbert Baum am 18. Mai 1942 wird die Gruppe enttarnt.
Werner Schaumann wird am 23. Mai 1942 festge­nommen und am 5. Februar 1943 vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode verurteilt. Er wird am 11. Mai 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Werner Schaumann und andere, 8. Dezember 1942

Bundesarchiv R 3017/33941

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Werner Schaumann und andere, 5. Februar 1943

Bundesarchiv R 3017/33941

Ablehnung eines Gnadenerweises für Hans-Georg Vötter, Werner Schaumann, Artur Illgen und Adolf Bittner, 22. April 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Werner Schaumann, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

Mitteilung über die Hinrichtung von Werner Schaumann, 11. Mai 1943

Bundesarchiv R 3018/1403

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