Werner Schaumann
Werner Schaumann ist seit 1932 Mitglied der KPD und ehrenamtlich für die Internationale Arbeiterhilfe tätig. Nach 1933 arbeitet er mit Karl Kunger und Hans-Georg Vötter zusammen. Sie verbreiten Flugblätter und illegale Schriften gegen das NS-Regime.
Werner Schaumann findet nach der Festnahme von Hans-Georg Vötter 1935 über Hildegard Jadamowitz Anschluss an die Widerstandsgruppe um Herbert Baum.
In seiner Wohnung organisiert Schaumann marxistische Schulungszirkel. Nachdem Hans-Georg Vötter 1940 aus dem Gefängnis entlassen wird, bildet sich um ihn erneut ein Kreis junger Frauen und Männer, zu denen auch Werner Schaumann gehört. Sie verbreiten erneut Flugblätter und halten Schulungskurse ab.
Nach einem Brandanschlag auf die nationalsozialistische Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies” durch den Kreis um Herbert Baum am 18. Mai 1942 wird die Gruppe enttarnt.
Werner Schaumann wird am 23. Mai 1942 festgenommen und am 5. Februar 1943 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt. Er wird am 11. Mai 1943 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs” gegen Werner Schaumann und andere, 8. Dezember 1942
Bundesarchiv R 3017/33941
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Werner Schaumann und andere, 5. Februar 1943
Bundesarchiv R 3017/33941
Ablehnung eines Gnadenerweises für Hans-Georg Vötter, Werner Schaumann, Artur Illgen und Adolf Bittner, 22. April 1943
Bundesarchiv R 3018/1403
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Werner Schaumann, 11. Mai 1943
Bundesarchiv R 3018/1403
Mitteilung über die Hinrichtung von Werner Schaumann, 11. Mai 1943
Bundesarchiv R 3018/1403




























































