Kilian Schauß

7. Juli 1909, St. Martin am Silberberg – 12. Juni 1942
Kilian Schau<span>ß</span>

Kilian Schauß

Bundesarchiv R 3017/26709

Kilian Schauß wird am 7. Juli 1909 in St. Martin am Silber­berg geboren, ist nach dem Schulbesuch als Hilfsarbeiter tätig und erlernt das Bäcker­handwerk. Zwischen Phasen der Erwerbslosigkeit arbeitet er als Bäcker und Holz­schläger. 1932 tritt er der Kommunis­tischen Partei Öster­reichs bei und ist dort für den Vertrieb von Zei­tungen zuständig. Nach deren Verbot 1934 wird er wegen des „Verdachts kom­munis­tischer Umtriebe” für kurze Zeit festgenommen.
Im Jahr 1935 geht Schauß in die Tschecho­slowakei, wo er sich in Prag kommunistischen Kreisen anschließt. Nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich 1938 kehrt er nach Österreich zurück und arbeitet in Klagenfurt als Bäcker.
Schauß betätigt sich von 1938 bis Anfang 1940 als Funk­tionär am Neuaufbau der Kommunistischen Partei Österreichs in Klagenfurt und Umgebung. Er zahlt und kassiert Mitglieds­beiträge für die Unter­stützung von Angehörigen inhaftierter Kommunisten und beteiligt sich an der Herstellung und Verbreitung politischer Flug­schriften, die sich gegen den Krieg richten.
Der Bäckereigehilfe wird deswegen am 29. März 1940 festgenommen, am 22. September 1941 mit elf anderen Männern vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt und am 18. Februar 1942 vom 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Hochverrat” in Verbindung mit „landes­verräter­ischer Feind­begüns­tigung” zum Tode verurteilt.
Kilian Schauß wird am 12. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kilian Schauß

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Kilian Schauß und weitere Personen vom 22. September 1941

Bundesarchiv R 3017-26709

Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Kilian Schauß und weitere Angeklagte vom 18. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/26709

Gnadengesuch der Geschwister von Kilian Schauß sowie die Ablehnung desselben durch den Gauleiter von Kärnten vom 24. März 1942

Bundesarchiv R 3017/26709

Sterbeurkunde von Kilian Schauß vom 12. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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