Kilian Schauß
Im Jahr 1935 geht Schauß in die Tschechoslowakei, wo er sich in Prag kommunistischen Kreisen anschließt. Nach dem „Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich 1938 kehrt er nach Österreich zurück und arbeitet in Klagenfurt als Bäcker.
Schauß betätigt sich von 1938 bis Anfang 1940 als Funk­tionär am Neuaufbau der Kommunistischen Partei Österreichs in Klagenfurt und Umgebung. Er zahlt und kassiert Mitgliedsbeiträge für die Unterstützung von Angehörigen inhaftierter Kommunisten und beteiligt sich an der Herstellung und Verbreitung politischer Flug­schriften, die sich gegen den Krieg richten.
Der Bäckereigehilfe wird deswegen am 29. März 1940 festgenommen, am 22. September 1941 mit elf anderen Männern vor dem „Volksgerichtshof” angeklagt und am 18. Februar 1942 vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Hochverrat” in Verbindung mit „landesverräter­ischer Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt.
Kilian Schauß wird am 12. Juni 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Kilian Schauß
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Kilian Schauß und weitere Personen vom 22. September 1941
Bundesarchiv R 3017-26709
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Kilian Schauß und weitere Angeklagte vom 18. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/26709
Gnadengesuch der Geschwister von Kilian Schauß sowie die Ablehnung desselben durch den Gauleiter von Kärnten vom 24. März 1942
Bundesarchiv R 3017/26709
Sterbeurkunde von Kilian Schauß vom 12. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























































