Pelagia Scheffczyk
Seit März 1936 ist sie bei einem Kattowitzer Arbeiterver­band angestellt. 1940 schult sie um und arbeitet ab Juli 1940 als Fakturistin in einem Unternehmen, das Bürobe­darf produziert und vertreibt. Hier arbeitet sie mit dem Kaufmann Sigmund Witczak zusammen, einem führen­den Mitglied der polnischen Nachrichtenabteilung Stragan, ein Zweig der polnischen Geheimorganisation Związek Walki Zbrojnej (ZWS - Bewaffneter Kampfver­band). Die ZWS sammelt mit Hilfe der Organisation Stragan Nachrichten aus dem gesamten Kriegsgebiet der deutschen Wehrmacht und übermittelt sie an die in Lon­don befindliche Exilregierung unter Władysław Sikorski. Pelagia Scheffczyk erklärt sich bereit, Kurierfahrten zu übernehmen.
Am 1. Dezember 1942 wird sie verhaftet und der „Kriegs­spionage” angeklagt. Sie wird am 20. August 1943 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 5. Oktober 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Pelagia Scheffczyk vom 9. Juni 1943
Bundesarchiv R 3001/147392
Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Pelagia Scheffczyk vom 20. August 1943
Bundesarchiv R 3001/147392
Ablehnung des Gnadengesuchs durch den Reichsmnister der Justiz Thierack vom 30. September 1943
Bundesarchiv R 3001/147392
Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe an Pelagia Scheffczyk vom 8. Oktober 1943
Bundesarchiv R 3001/147392
Pelagia Scheffczyk (2.v.l.) und ihre Familie in den 1920er Jahren
Privatbesitz























