Pelagia Scheffczyk

8. März 1915, Bottrop – 5. Oktober 1943
Pelagia Scheffczyk

Pelagia Scheffczyk

Privatbesitz

Pelagia Scheffczyk wird am 8. März 1915 in Bottrop ge­boren. Ihre Eltern, der Bergarbeiter Robert Scheffczyk und seine Ehefrau Emilie ziehen 1919 zunächst nach Oberhausen. Nach dem Tod des Vaters zieht die Mutter mit ihren Kindern 1921 nach Katowice. Pelagia Scheff­czyk besucht in Polen die Volks- und Handelsschule.
Seit März 1936 ist sie bei einem Kattowitzer Arbeiterver­band angestellt. 1940 schult sie um und arbeitet ab Juli 1940 als Fakturistin in einem Unternehmen, das Bürobe­darf produziert und vertreibt. Hier arbei­tet sie mit dem Kaufmann Sigmund Witczak zusammen, einem führen­den Mitglied der polnischen Nachrichtenabteilung Stragan, ein Zweig der polnischen Geheimorganisation Związek Walki Zbrojnej (ZWS - Bewaffneter Kampfver­band). Die ZWS sammelt mit Hilfe der Organisation Stragan Nachrichten aus dem gesamten Kriegsgebiet der deutschen Wehrmacht und übermittelt sie an die in Lon­don be­findliche Exilregierung unter Władysław Sikorski. Pelagia Scheffczyk erklärt sich bereit, Kurierfahrten zu übernehmen.
Am 1. Dezember 1942 wird sie verhaftet und der „Kriegs­spionage” angeklagt. Sie wird am 20. August 1943 vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs” zum Tode verurteilt und am 5. Oktober 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Pelagia Scheffczyk vom 9. Juni 1943

Bundesarchiv R 3001/147392

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Pelagia Scheffczyk vom 20. August 1943

Bundesarchiv R 3001/147392

Ablehnung des Gnadengesuchs durch den Reichsmnister der Justiz Thierack vom 30. September 1943

Bundesarchiv R 3001/147392

Mitteilung über die Vollstreckung der Todesstrafe an Pelagia Scheffczyk vom 8. Oktober 1943

Bundesarchiv R 3001/147392

Pelagia Scheffczyk (2.v.l.) und ihre Familie in den 1920er Jahren

Privatbesitz

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