Walter Scheibel

31. Juli 1912, Neusalz/Oder – 9. Juni 1944
Walter Scheibel erlernt nach der Volksschule das Tischlerhandwerk. 1938 tritt er in den Dienst der Deutschen Reichsbahn und wird ab 1940 in Berlin-Neukölln im Rangier- und Weichendienst eingesetzt, wo er der Kolonne von Hermann Trude angehört.
Er wird im August 1943 unter dem Vorwurf festge­nommen, auf dem Bahnhof Neukölln gemeinsam mit mehreren Mitgliedern der Kolonne Bahngut - vor allem Alkohol, Zigaretten und Lebensmittel- entwendet und verhehlt zu haben.
Walter Scheibel wird gemeinsam mit Hermann Trude am 20. Mai 1944 vom Sonder­gericht V beim Landgericht Berlin auf der Grundlage der „Volksschädlings­verordnung” zum Tode verurteilt. Er wird am 9. Juni 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Scheibel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3950

Gnadengesuch für Walter Scheibel, 7. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berln II, Nr. 3997/4

Anordnung zur Vollstreckung des Todesurteils gegen Walter Scheibel und Hermann Trude, 2. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berln II, Nr. 3997/4

Mitteilung über die Hinrichtung von Walter Scheibel und Herrmann Trude, 10. Juni 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berln II, Nr. 3997/4

Sterbeurkunde von Walter Scheibel vom 10. Juni 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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