Elisabeth Scheitza

30. November 1902, Roschowitzdorf (Roszowice) – 1. Juli 1943
Elisabeth Scheitza besucht die Höhere Handels­schule und arbeitet ab 1925 als Sekretärin in einem Rechts­anwaltsbüro in Ratibor. 1928 lernt sie den aus der Tschecho­slowakei stammenden Friseur Otto Walitza kennen, mit dem sie sich verlobt und den sie bei seinem Versuch unterstützt, sich selbst­ständig zu machen.
Anfang 1933 beschließen Scheitza und Walitza, Kontakt zum tschechischen Geheim­dienst aufzu­nehmen, dem sie Papiere über einen tschechischen Mittels­mann anbieten, der für die deutsche Abwehr gearbeit hat. Elisabeth Scheitza hat diese Papiere auf ihrer Arbeits­stelle entwendet.
Nachdem Otto Walitza 1935 vorüber­gehend inhaftiert worden ist, trennt sich das Paar. Elisabeth Scheitza arbeitet ab 1936 bei den Flugzeug­werken in Dessau und später in verschie­denen Berliner Firmen.
Sie wird am 8. August 1939 in Berlin festge­nommen. Ihr wird vorge­worfen, zwischen Anfang 1933 und August 1938 wiederholt Informa­tionen, die sie teilweise durch ihre Arbeit erhalten hat, gegen Bezahlung an den tschechischen Nachrichten­dienst weiter­gegeben zu haben.
Am 27. Februar 1943 wird sie vom „Volks­gerichtshof” zum Tode verur­teilt. Nachdem ihr Gnaden­gesuch abgelehnt worden ist, wird sie am 1. Juli 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Otto Walitza und Elisabeth Scheitza, 27. Februar 1943

Bundesarchiv R 3001/147132

Ablehnung der Gnadengesuche von Otto Walitza und Elisabeth Scheitza, 24. Juni 1943

Bundesarchiv R 3001/147132

Mitteilung über die Hinrichtung von Otto Walitza und Elisabeth Scheitza, 3. Juli 1943

Bundesarchiv R 3001/147132

Sterbeurkunde von Elisabeth Scheitza vom 3. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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