Wilhelm Scheller

26. Januar 1893, Berlin – 18. April 1945
Wilhelm Scheller

Wilhelm Scheller

Privatbesitz

Der Ingenieur Wilhelm Scheller engagiert sich früh in der KPD. Er ist Funktionär des illegalen Nachrichtendienstes der Partei und arbeitet für das Ressort Betriebsbericht­erstattung. 1932 emigriert er in die Sowjetunion und heiratet im August 1934 Margarete Natusch, geborene Gruhl, die bereits seit 1930 in der Sowjetunion lebt. 1937 wird er aus dem Deutschen Reich ausgebürgert.
Er erklärt sich 1944 bereit, als Fallschrimspringer im Auftrag der Roten Armee eingesetzt zu werden und landet im Herbst 1944 in Slowenien.
Wilhelm Scheller gelangt im Oktober 1944 nach Berlin und wird von seiner Schwiegermutter Martha Gruhl und seinen Schwägerinnen verborgen. Die gesamte Familie Gruhl wird von Hausbewohnern denunziert und am 30. November 1944 von der Gestapo festgenommen.
In einem der letzten Verfahren des Kammergerichts Berlin wird Wilhelm Scheller am 28. März 1945 wegen „Hoch- und Landesverrats” zum Tode verurteilt und am 18. April 1945 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Seine mitangeklagten Familienmitglieder werden zu Zuchthausstrafen verurteilt. Wilhelm Scheller gehört zu den letzten in Plötzensee hingerichteten Menschen.

Dokumente

Gefangenenkarte von Wilhelm Scheller

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Wilhelm Scheller vom 17. Februar 1951

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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