Karl Schendzielorz
Er nimmt als Soldat der Infanterie im Ersten Weltkrieg an den Kämpfen in Frankreich und Flandern teil und wird mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Ab 1919 ist er für kurze Zeit Angehöriger des Schlesischen Grenz­schutzes und Wachtmeister der Sicherheitswehr in Kat­towitz. Danach arbeitet er in verschiedenen Tätigkeiten unter anderem als Monteur und Versicherungsvertreter.
Ab Frühjahr 1935 bis zu seiner Gefangennahme ist er als Agent für den polnischen Geheimdienst tätig. Zu seinen Aufgaben gehören die Erkundung unter anderem der Geheimen Staatspolizei, der Grenzwacht und des Luft­schutzes sowie die Beschaffung von Papieren und Aus­rüstungs­gegenständen der Wehrmacht und die Über­wachung der Garnisonen und der Truppen­bewegungen in Schlesien.
Karl Schendzielorz wird deswegen am 5. Juli 1939 vor­läufig festgenommen, am 24. Dezember 1941 angeklagt und am 8. Juni 1942 vom 5. Senat des „Volksgerichts­hofs” wegen „Landesverrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 15. August 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Karl Schendzielorz
Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei
Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Schendzielorz vom 24. Dezember 1941
Bundesarchiv R 3017/14416
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Schendzielorz vom 8. Juni 1942
Bundesarchiv R 3017/14416
Bekanntmachung zur Vollstreckung des Urteils gegen Karl Schendzielorz vom 15. August 1942
Bundesarchiv R 3018/15062
Sterbeurkunde von Karl Schendzielorz vom 15. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































































