Karl Schendzielorz

26. November 1893, Beuthen/Oberschlesien – 15. August 1942
Karl Schendzielorz wird am 26. November 1893 im oberschle­sischen Scharley im Kreis Beuthen als Sohn eines Schmiede­meisters geboren und erlernt nach dem Besuch der katholischen Volks­schule das Schlosser­handwerk.
Er nimmt als Soldat der Infan­terie im Ersten Weltkrieg an den Kämpfen in Frank­reich und Flandern teil und wird mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Ab 1919 ist er für kurze Zeit Ange­höriger des Schlesischen Grenz­schutzes und Wacht­meister der Sicherheits­wehr in Kat­towitz. Danach arbeitet er in verschiedenen Tätigkeiten unter anderem als Monteur und Versicherungs­vertreter.
Ab Frühjahr 1935 bis zu seiner Gefangen­nahme ist er als Agent für den polnischen Geheim­dienst tätig. Zu seinen Aufgaben gehören die Erkundung unter anderem der Geheimen Staats­polizei, der Grenz­wacht und des Luft­schutzes sowie die Beschaffung von Papieren und Aus­rüstungs­gegenständen der Wehrmacht und die Über­wachung der Garnisonen und der Truppen­bewegungen in Schlesien.
Karl Schendzielorz wird deswegen am 5. Juli 1939 vor­läufig festgenommen, am 24. Dezember 1941 angeklagt und am 8. Juni 1942 vom 5. Senat des „Volks­gerichts­hofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 15. August 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Schendzielorz

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Schendzielorz vom 24. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3017/14416

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Schendzielorz vom 8. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/14416

Bekanntmachung zur Vollstreckung des Urteils gegen Karl Schendzielorz vom 15. August 1942

Bundesarchiv R 3018/15062

Sterbeurkunde von Karl Schendzielorz vom 15. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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