Frieda Scherbarth

20. Dezember 1897, Berlin – 2. März 1944
Frieda Schröder wird am 20. Dezember 1897 in Berlin geboren und ist nach dem Besuch der Volksschule als Haus- und Gastwirtsangestellte beschäftigt. Zwischen 1919 und 1929 wird sie wegen Diebstahls und „Gewer­beunzucht“ zu mehreren Gefängnisstrafen verurteilt. Im Jahr 1940 heiratet sie den Maler Arthur Scherbarth.
Im November 1942 wird sie wegen einer im August erfol­gten „Schwarzschlachtung“ zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten verurteilt, die sie jedoch nicht sofort antritt.
Zwischen September und Dezember 1942 erwirbt das Ehepaar auf dem Magerviehhof in Friedrichsfelde 34 Schweine, schlachtet diese und verkauft Teile des Fleischs an verschiedene Personen weiter.
Frieda Scherbarth wird im Dezember 1943 festgenom­men, vom Sondergericht VI bei dem Landgericht Berlin am 2. Februar 1944 wegen „Kriegswirtschaftsverbrechen“ zum Tode verurteilt und am 2. März 1944 im Strafgefäng­nis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des Sondergerichts VI bei dem Landgericht Berlin gegen Frieda Scherbarth vom 2. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 13926

Ablehnung eines Gnadenerweises für Frieda Scherbarth vom 22. Februar 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 13924

Sterbeurkunde von Frieda Scherbarth vom 3. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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