Walter Scheve

3. Juli 1912, Gelsenkirchen – 7. Juli 1936
Walter Scheve wird am 3. Juli 1912 in Gelsenkirchen als Sohn eines Schriftsetzers geboren und muss aus Mangel an finanziellen Mitteln seinen Besuch der Oberreal­schule abbrechen. Anfang Oktober 1929 tritt er in die Reichs­wehr ein und kann die Reifeprüfung nachholen. Bis zu seiner Entlassung aus dem militärischen Dienst­verhältnis im Frühjahr 1934 wegen des unbefugten Tra­gens einer Leutnantsuniform und einer verspäteten Rückmeldung zum Dienst erlangt er den Rang eines Oberfähnrichs.
Scheve reist im April 1934 mit gefälschten Papieren in die Niederlande und wird dort vom tschecho­slowakischen Geheimdienst angeworben, für den er bis September 1934 neu erschienene Publikationen über die Truppenfüh­rung in der Reichswehr und anderes militärisches Schrif­tenmaterial zu beschaffen versucht.
Er wird Anfang September 1934 festgenommen, vom 3. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 1. Februar 1936 we­gen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und am 7. Juli 1936 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Scheve

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl für Walter Scheve

Bundesarchiv R 3018/5041, Bd. 2

Urteil des „Volksgerichtshof“ gegen Walter Scheve vom 1. Februar 1936

Bundesarchiv R 3018/5041, Bd. 4

Sterbeurkunde von Walter Scheve vom 7. Juli 1936

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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