Max Schimke
Am 30. März 1943 werden bei einem Luftangriff mehrere Häuser in Köpenick beschädigt. Das Bezirksamt übernimmt die Bergung der Sachen aus diesen Gebäuden und stellt sie im Rathausneubau unter. Max Schimke ist für deren Sortierung und Aushändigung an ihre Besitzer zuständig.
Er wird am 6. November 1943 vom Sondergericht II bei dem Landgericht Berlin unter dem Vorwurf, eine Reihe der geborgenen Gegenstände gestohlen zu haben, zu einer sechsjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Nachdem der Reichsminister der Justiz „erhebliche Bedenken” gegen diesen Urteilsspruch geäussert hat, erhebt der Oberreichsanwalt am 11. März 1944 eine Nichtigkeitsbeschwerde.
Das Reichsgericht hebt am 13. April 1944 das bisherige Urteil auf. Max Schimke wird in einem erneuten Prozess am 9. September 1944 vom Sondergericht II bei dem Landgericht Berlin zum Tode verurteilt.
Er wird am 29. September 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Max Schimke
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3977
Urteil des Reichsgerichts zur Aufhebung des ersten Sondergerichtsrteils gegen Max Schimke vom 13. April 1944
Bundesarchiv R 3003/31888
Urteil des Sondergerichts II bei dem Landgericht Berlin gegen Max Schimke vom 9. September 1944
Bundesarchiv R 3003/31888
Sterbeurkunde von Max Schimke vom 30. September 1944
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















